Fliegenfischen an der Drina: Auf der Suche nach Balkanäschen
Fliegenfischen an der Drina verlangt das Lesen starker Strömungen, eine präzise Präsentation und Kenntnis der Äschenstandplätze. Der Erfolg beginnt mit sicherer Gewässerwahl und ausgewogenem Gerät.
Im Folgenden findest du praktische Hinweise vom Fliegenfischen an der Drina – zu Bedingungen, erfolgreichen Fliegen und den wichtigsten Momenten der Tour.
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Reiseinformationen findest du bei der offiziellen Tourismusorganisation Serbiens.
Die Drina ist mehr als türkisfarbenes Wasser und eine kraftvolle Strömung. Sie ist eine Herausforderung – besonders, wenn man mit der Trockenfliege auf kapitale Äschen fischt.
Mein Freund Oleg und ich machten uns vor Kurzem auf diese anspruchsvolle Tour. Oleg ist ein erfahrener Angler mit sicherem Wurf und gutem Gefühl für die Schnur. Wir hatten beide Ruten der Klasse #5 mit Schwimmschnüren dabei. Unser Ziel waren die Äschen unterhalb des Perućac-Staudamms. Die wichtigsten Angelabschnitte liegen drei bis fünf Kilometer vom Damm entfernt, Äschen findet man jedoch auch noch 20 bis 30 Kilometer weiter flussabwärts.



Diese Fischerei verlangt Geduld und volle Konzentration. Die Fliegen müssen winzig sein. Wir verwendeten CDC-Trockenfliegen in Größe 16 und kleiner sowie kleine Nymphen. Zwei Tage lang waren die Fische äußerst vorsichtig: kaum Aktivität an der Oberfläche, starke Sonne und kristallklares Wasser. Trotzdem gab es gelegentlich einen Biss auf Trockenfliege. Bei dieser Hitze scheint das fast unmöglich – und genau das macht es so lohnend.



Die Landschaft wirkt wie ein Märchen. Allein wegen ihrer Aussichten verdient die Drina eine eigene Geschichte: Morgennebel, transparentes Wasser und Grün, das wie gemalt erscheint. Wir mieteten ein gemütliches Ferienhaus in Perućac und entspannten nach dem Angeln auf der Veranda mit Blick auf den Fluss. Eine Großmutter aus der Nachbarschaft bewirtete uns sogar mit ausgezeichneter hausgemachter Rakija. Es war herzlich und unvergesslich.



Die Drina ist kein Fluss für absolute Anfänger. Man muss die richtige Fliege wählen, sie fein präsentieren und das Wasser lesen. Wenn du jedoch bereit bist, für deinen Fisch zu arbeiten und dein Können zu testen, bist du herzlich willkommen.
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