Der Fluss Ljuboviđa

Fliegenfischen Ljubovidja: Wasser, Fische und Natur

Fliegenfischen Ljubovidja führt an einen Fluss mit klarem Wasser, einem malerischen Tal und interessanten Abschnitten. Dieser Bericht stellt den Fluss anhand seiner Bedingungen, Zugänge und praktischer Beobachtungen am Wasser vor.

Eine Tour an die Ljuboviđa erfordert eine vorherige Prüfung von Saison, Wasserstand, örtlichen Regeln und geeignetem Gerät für vorsichtige Fische.

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Reiseinformationen findest du bei der offiziellen Tourismusorganisation Serbiens.

Anfang März unternahm ich eine Erkundungstour an die Ljuboviđa, einen rechten Nebenfluss der Drina, der in der Stadt Ljubovija in sie mündet.

Ich erreichte den mittleren Abschnitt nahe der alten Brücke und begann, mein Gerät vorzubereiten. Das Wetter arbeitete gegen mich: In den ersten zwei Stunden hielt mich starker Regen im Auto fest. Das Wasser trübte sich schnell ein, obwohl der Pegel nicht stieg.

Als der Regen endlich aufhörte, stieg ich aus, atmete die frische, feuchte Luft ein und betrachtete den Fluss erneut. Die Ljuboviđa führte aufgewühltes, schlammiges Wasser, als wäre sie über meinen Besuch verärgert. Die Fischerei schien von Anfang an zum Scheitern verurteilt, doch Aufgeben liegt mir nicht.

Mehrmals wechselte ich Nymphen und Streamer und hoffte auf irgendein Zeichen von Aktivität, doch die Forellen blieben gleichgültig. Ich variierte die Führung und wechselte die Farben, aber der Fluss blieb still.

Nach einigen Stunden machte sich Enttäuschung breit. Ich betrachtete die Ufer genauer und sah Plastikflaschen, Tüten und abgebrochene Äste, die in den Büschen hingen. Es wirkte, als hätte dieser kleine Nebenfluss der Drina längst aufgehört, jener ruhige Angelplatz zu sein, der er vielleicht einmal war.

Nach einem letzten Blick stieg ich ins Auto, startete den Motor und fuhr davon. Ich werde nicht zur Ljuboviđa zurückkehren. Der Fluss wird in Erinnerung bleiben – nicht als meine beste, aber als eine auf eigene Weise lehrreiche Erfahrung.

Ich seufzte, verstaute das Gerät und ging zurück zum Auto. Unterwegs sah ich die alte römische Brücke, unter der nun das schlammige Wasser tobte. Sie schien mich schweigend vorwurfsvoll anzusehen, als wollte sie fragen: „Hast du erwartet, hier etwas anderes zu finden?“

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