Am vergangenen Wochenende nutzten Aleksandar Černyš aus Zrenjanin und ich einen bewölkten Tag für eine kurze, aber ereignisreiche Tour: einen Tag Fliegenfischen an der Mlava. Der zwischen den Hügeln Ostserbiens verborgene Fluss ist für seine wilden Forellen und sein dunkles, beinahe geheimnisvolles Wasser bekannt.
Von unserer Ankunft an begrüßte uns die Natur mit Stille. Unter grauem Himmel und weichem Licht floss der Fluss in seinem eigenen Tempo – ohne Eile, aber entschlossen, als bewache er alte Geheimnisse. Die Forellen hier sind wild, stark und vorsichtig. Jeder Wurf prüft die Nerven. Trockenfliegen und Streamer interessierten sie fast gar nicht; nur Nymphen funktionierten. Eine Chance hatte alles, was tiefer driftete und echter Nahrung ähnelte.



Der Angeldruck ist gering, und wir sahen fast keine anderen Fliegenfischer. Leider hat die Mlava jedoch ein ernstes Problem: Müll. Plastik, Tüten, alte Kabel und Reifen beeinträchtigen die Schönheit dieses wirklich zauberhaften Flusses. Aleksandar und ich sprachen darüber, eine Aufräumaktion zu organisieren, denn ein solcher Fluss verdient Besseres.
Wir verbrachten den ganzen Tag am Wasser, beobachteten die Strömung, wechselten Nymphen und probierten verschiedene Techniken. Es gab Bisse, verlorene Fische, Momente der Freude und Enttäuschung – alles, was man an einem wilden Fluss erwartet. Die Mlava verzeiht keine Fehler, belohnt einen aber mit echten Gefühlen.





Müde, aber zufrieden fuhren wir nach Hause und hatten das Gefühl, einen weiteren kleinen Schatz entdeckt zu haben, der Schutz verdient. Wenn du Herausforderungen, Stille und wilde Forellen magst, wartet die Mlava auf dich. Bitte bring einen Müllsack mit. Das Video unten zeigt, wie viel Abfall sich am gegenüberliegenden Ufer angesammelt hat.
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